Колесник Т.И.
(ГОУ ВО ЛНР «ЛГПУ»)
Научный
руководитель: канд. филол. наук, доц. Скляр Н.В.
MULTIMODALITÄT ALS
SPEZIFISCHES MERKMAL DER VIRTUELLEN KOMMUNIKATION
Der Begriff „multimodale Kommunikation“ scheint für die Untersuchung der modernen sozialen Medien am besten geeignet zu sein. Unter „Multimodalität“ versteht der österreichische Linguist H. Stöckl „Texte und kommunikative Handlungen, die gleichzeitig mehrere unterschiedliche Zeichensysteme wie Sprache, Bild und Ton enthalten“ [4, S. 45]. Das charakterisiert die moderne Kommunikation in sozialen Netzwerken: Immer mehr Nutzer bevorzugen den Text durch Fotos, Bilder, Videos und Tonaufnahmen zu veranschaulichen.
Unabhängig von seiner Art verfolgt ein Internetbeitrag immer das Hauptziel, Aufmerksamkeit zu erregen und das Interesse möglichst vieler Nutzer zu wecken. Das visuelle Element des Beitrags sollte Assoziationen und Emotionen wecken, einprägsam und verständlich sein. So beinhaltet beispielsweise ein Instagram-Beitrag ein Bild als Hauptelement, das von einem Text begleitet wird, der als Titel am unteren Rand platziert werden kann. Bild und Text sind untrennbar miteinander verbunden, sie ergänzen und kommentieren sich gegenseitig. Es handelt sich um den kreolisierten Text – ein komplexes Textgebilde, in dem verbale und ikonische Elemente ein einziges visuelles, strukturelles, semantisches und funktionales Ganzes bilden, das auf eine komplexe pragmatische Wirkung auf den Adressaten abzielt [1, S. 17]. Das Forschungsinteresse sind Kommentare des Autors und Texte der Bildunterschriften.
Zunächst sieht ein Instagram-Nutzer ein Bild und liest dann die Bildunterschrift dazu. Es ist jedoch unfair zu denken, dass der Text weniger wichtig ist. H. Stöckl identifiziert in diesem Zusammenhang zwei funktionale Richtungen: Visualisierung und Vertextung. Im ersten Fall steht der Text im Vordergrund und wird mit einem passenden Bild illustriert. Im zweiten Fall liegt der Schwerpunkt auf dem Bild und der Text spielt eine untergeordnete Rolle.
Es gibt auch Beiträge, bei denen der Text selbst direkt in das Bild eingeblendet wird. Je nach ihrer Position lassen sich solche Beiträge in zwei Arten unterteilen: lineare Beiträge, bei denen das Bild dem Text folgt oder umgekehrt, und parallele Beiträge, bei denen Text und Bild grafisch ineinander übergehen [4, S. 56]. Der Forscher U. Schmitz schlägt für solche Bilder den Begriff „Sehfläche“ vor: sie bilden einen Bereich, in dem nach einem bestimmten Schema angeordneter Text und ein Bild eine einzige Bedeutung schaffen, und behauptet, dass sie die dominierende Form der öffentlichen Kommunikation darstellen [2, S. 105]. Anders gesagt stehen Text und Bild in Wechselbeziehungen und können nach folgenden Prinzipien interpretiert werden:
1) Gestaltung und Anordnung von Text und Bild (visuelle Organisation);
2) Syntaktisch-semantische Beziehung: Untersuchung der grammatikalischen und syntaktischen Form des Textes und seiner Beziehung zum Bild (beiordnend oder unterordnend);
3) Pragmatisch-funktionale Beziehung: Bestimmung der Aufgabe und des Einflusses einer bestimmten Kombination von Text und Bild bei der Schaffung einer Gesamtbedeutung [3, S. 229].
Es entstehen ständig neue Bildlayouts, die eine effektive Vermittlung komplexer Informationen ermöglichen, so genannte Internet-Memes – Bilder, bei denen Text und Bild durch ein gemeinsames Design verbunden sind und ein einheitliches Ganzes in Form und Inhalt bilden. Bei Internet-Memes handelt es sich um eine Gruppe digitaler Einheiten, die überwiegend humoristischer Natur sind und im Internet durch verschiedene Kommunikationsformen viral verbreitet, nachgeahmt und verändert werden. Memes schildern und kommentieren aktuelle Phänomene, politische Ereignisse, Alltagssituationen und enthalten drei Komponente: Humor, Intertextualität und ungewöhnliche Nebeneinanderstellung von Elementen und Inhalten.
Literatur
S.45–70.
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